Blog(g) mir was oder Wie nutzt man einen Blog (nicht) effektiv? Teil 3

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  • Blog(g) mir was oder Wie nutzt man einen Blog (nicht) effektiv? Teil 3

    19 Oct 2015 2

    Puh, wieder Zeit und Energie investiert. Nach dem Grundgerüst und den ersten relevanten Fragen dazu, ob ein Blog überhaupt nötig ist und wenn ja, welche Aspekte man vorab berücksichtigen sollte (Blog(g) mir was oder Wie nutzt man einen Blog (nicht) effektiv? Teil 1), gab es erste Tipps dazu, wie man seine Artikel und seinen Blog inhaltlich gestalten kann (Blog(g) mir was oder Wie nutzt man einen Blog (nicht) effektiv? Teil 2).


    Ist man mit (s)einem Blog nun soweit, dass man die Theorie verstanden hat, kann es trotzdem passieren, dass der erste Artikel noch weit ist. Es herrscht vielleicht Unsicherheit darüber, wie man einen Artikel aufbaut, welche übergeordneten Artikelgenres es gibt und wie man die Theorie in der Praxis erleben kann.

    Diesen drei Aspekten widmet sich nun der dritte Teil der Blogging-Reihe "Blog(g) mir was oder Wie nutzt man einen Blog (nicht) effektiv?".




    1. Der Artikelaufbau


    Es gibt keine Art idealtypische Struktur, aber anhand von Analysetools kann man ausmachen, welche Merkmale bei Lesern besser ankommen. Diese wären:


    1) Eine aussagekräftige Überschrift
    Statt also um den heißen Brei zu reden: Kurz, prägnant, informativ, provokativ, ambig oder per konkreter Leseradresse einen Titel formulieren. Der Titel als Aufmacher sichert schon einmal erste Aufmerksamkeit, also hier lieber klotzen statt kleckern.

    2) Eine klare Struktur
    Insbesondere längere Artikel wirken für den Leser ansprechender, wenn man mit Absätzen und gar Subkapiteln bzw. Zwischenüberschriften arbeitet. Eine klare und plausible Gliederung wirkt harmonisch und ordentlich, der Leser fühlt sich beim Lesen nicht überfordert.

    3) Eine inhaltliche Gliederung
    Um den Leser - bildlich gesprochen - an die Hand zu nehmen und durch den Artikel zu führen, bietet sich ein logischer Aufbau an. Dieser kann so aussehen:

    Einleitung (Worum geht es, was wird thematisiert und warum?)

    Hauptteil (Kern des Artikels, Argument/e, Meinung/en)

    Schluss (Zusammenfassung, Fazit, Ausblick)

    4) Verweis auf Quellen und Bildnachweis
    Eine saubere Bibliographie impliziert die Seriosität des Autors und zeigt, dass hier wirklich ein Autor schreibt, der Wert auf Niveau legt. Also, immer etwaige Quellen angeben, den Bildnachweis bei Drittquellen angeben und ggf. verlinken, wenn man Inhalte direkt zitiert hat.

    5) Den Leser einbeziehen
    Um den Leser nicht rein passiv zu fordern, kann man mit bestimmten Effekten und Methoden eine aktive Resonanz hervorkitzeln. Dies geht so:

    - Den Leser direkt ansprechen und das taktisch sinnvoll gleich zu Beginn und am Artikelende
    - Direkte Fragen an den intendierten Leser stellen, der reale Leser fühlt sich automatisch angesprochen
    - Eine Umfrage einbinden, die Lesereinsatz erfordert
    - Die Kommentar-Funktion aktiv lassen, um Kommentare zu ermöglichen
    - Abonnier-Funktion aktiv lassen, um den Artikel zu teilen, verlinken, bookmarken...
    - Aktive Rückmeldungen einfordern (E-Mail, Gästebuch, Kommentar, Forumsbeitrag...)



    2. Die Artikel-Genres


    So unterschiedlich Menschen sind, so unterschiedlich sind Blogs und ihre Themen. Folglich gibt es auch hierfür kein Patentrezept, das Erfolg garantiert, aber einige Eckpfeiler zur Orientierung. Welche Genres kann man also in einem Artikel verarbeiten?

    • Eigene Erfahrungen/Meinungen
    • Service-Tipps bei speziellen Fachforen
    • Zusätzliche Extras rund um das Forum, die nicht-registrierte Nutzer nicht sehen bzw. erst nach der Registrierung nutzen/sehen können
    • Rezensionen
    • Anleitungen/Tutorials/Hilfestellungen
    • Interviews
    • Dialektische Diskussion zu einem Thema (Pro-Contra)
    • Hintergrundberichte zu einem Thema/dem Projekt ("Hinter den Kulissen")
    • Aktionen, Wettbewerbe, Kampagnen, Aufrufe u.ä. textuell aufbereiten und über eine längere Zeit inhaltlich pflegen
    • Gastbeiträge einbinden
    • Aus einem Thema einen Artikel plus Umfrage machen
    • Technikaffine Blogger können mit Videos, Podcasts, Bildern usw. arbeiten, diese zum Gegenstand eines Artikels machen
    • Kommentare zu aktuellen Themen/Nachrichten/Hashtags bereitstellen




    3. Mögliche Inspirationsquellen


    All die Leser und Blogger (in spe), die eher über konkrete Beispiele lernen, können mit diesen Links unter Umständen erste Impulse gewinnen und schauen, wie man stilistisch und vermarktungstechnisch agieren kann. Diese Auflistung ist willkürlich und subjektiv, ein jeder möge also auch seine Quellen nicht vernachlässigen.


    Kontaktadressen rund um das digitale Vermarkten

    ddv.de/
    bvdw.org/
    eco.de/
    bitkom.org/
    bloggerunited.de/
    digitalmediawomen.de/





    Interessante Kommunikations- und Marketing-Blogs

    guerilla-marketing-blog.de/
    werbeblogger.de/
    pr-blogger.de/
    peterwolff.twoday.net/
    markuscerenak.com/
    blogtobusiness.de/
    bonek.de/





    Stilistisch-thematisch interessante Blogs

    mymonk.de/
    30tausend.de/
    podcast-helden.de/
    healthyhabits.de/
    planetbackpack.de/
    travelworklive.de/
    coachingprodukte-entwickeln.de/
    toushenne.de/
    konversionskraft.de/









    Und nun los, jetzt wird es Zeit selber aktiv zu werden und den eigenen Blog zu starten bzw. zu befüllen. Viel Spaß beim Schreiben, lasst eurer Kreativität freien Lauf und wichtig: durchhalten. Selbst wenn der erste Artikel holprig ist, der zweite Artikel von den Lesern belächelt wird und der dritte Artikel leicht kafkaesk klingt: Mit dem Schreiben setzt Routine ein, die Motivation steigt es besser machen zu wollen und wer am Ball bleibt, wird auch (s)eine Flanke schlagen und Mitspieler gewinnen.


    Toi, toi, toi und es grüßt euer Blogging-Motivationscoach

    Gabbid :coffee:

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