Forenregeln. Kann sein, muss aber nicht?

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  • Forenregeln. Kann sein, muss aber nicht?

    01 Feb 2017 8

    Man sagt gerade den Deutschen nach, dass sie Formulare und Regeln mögen, am Besten in zweifacher Ausführung. Daher wundert es nicht, dass man in fast jedem Forum nicht nur die Netiquette vorfindet, sondern gerne auch weitere Punkte rund um die Nutzung einer Plattform. Sie nennen sich Regelwerk, Verhaltenskodex, Nutzungsbestimmungen, Miteinander oder Forenhandbuch, können nur einige Sätze beinhalten oder es gut mit dem Shakespeare'schen Gesamtwerk aufnehmen.

    - Nur, lesen Mitglieder und Mitglieder in spe diese Regeln überhaupt?
    - Werden diese Regeln überhaupt wahrgenommen, wenn man an "Trolle", Hobby-Störer und - glaubt man den einzelnen Leuten - von immer mehr Leuten mit LR-Schwäche umgeben ist, denkt?
    - Wie sinnvoll sind Regeln, die gemäß copy&paste durch die Foren wandern?


    Ich bin bekannte Verfechterin von Forenregeln, sage aber zugleich, es sollten nur so viele wie nötig und so wenig wie möglich sein. Bei den Regeln differenziere ich klar zwischen diesen:

    1. Regeln zur rechtlichen Absicherung eines Forums
    2. Regeln zur Steuerung des Forenalltags
    3. Optionale Sonderregeln, die je nach Forum relevant sein können


    Was ich bei meinen Besuchen auf Drittseiten lese, stellt die gesamte Bandbreite an textuellen Interpretationen dar, wie sich ein Betreiber das Thema "Nutzungsbestimmungen" oder die Netiquette vorstellt. Dabei fällt auf, dass viele Leute nicht differenzieren, ihren Lesern sozusagen eine amorphe Masse an Text zumuten, gerne ohne jede Überschrift, Absätze und einer eher willkürlichen Interpunktion. Das hat zwangsläufig dies zur Folge:

    - Kein Leser wird sich die Mühe machen seitenlang zu scrollen
    - Kein Leser kann strukturiert einzelne Punkte nachlesen
    - Kein Leser hat die Chance sich die wichtigsten Punkte zu merken
    - Kein Leser wird intuitiv denken "Super, DA registriere ich mich direkt!"


    Regeln sind aus meiner Sicht wichtig, weil es neben der rechtlichen Absicherung auch klare Aussagen braucht, wie sich ein Betreiber das Forenleben vorstellt. Wo viele Menschen zusammenkommen, kommen auch unterschiedliche Charaktäre, Verhaltensweisen und Erwartungen zusammen, man kann also nicht davon ausgehen, dass alle Nutzer forenaffin sind und daher intuitiv wissen, was sie dürfen und was nicht. Um von Beginn an vorzugeben, wie ein gutes Miteinander ablaufen kann, kann man also eine Netiquette verfassen, eigene Nutzungsregeln erstellen oder einen Verhaltenkodex formulieren. Aber, Text ist nicht gleich Text, daher empfiehlt es sich 15 stilistische Stichpunkte zu bedenken:

    1. Kurze Sätze können schneller gelesen und verstanden werden als lange Bandwurmsätze

    2. Auf einfache SVO-Sätze setzen, Reihungen und Relativsätze einschränken

    3. Satzzeichen und Aufzählungszeichen verwenden

    4. Wenn relevant, ein kurzes Beispiel einbinden, mehr nicht

    5. Den Text selber strukturieren, also mit Überschriften, Subtiteln und Absätzen arbeiten

    6. In der Schreibweise einheitlich bleiben, z.B. konsequent "Du" oder "du" schreiben, nicht mischen

    7. Stets versuchen deutsche Begriffe zu wählen und nicht Denglisch zu schreiben

    8. Wiederholungen vermeiden

    9. Den Text später unbedingt gegenlesen, um Tippfehler zu korrigieren

    10. Präzise formulieren, abstrakte Begriffe und vage Beschreibungen vermeiden

    11. Sich inhaltlich nur auf die wichtigsten Punkte beschränken und nicht im Klein-Klein verlieren

    12. Keine Drohkulisse aufbauen ("Du darfst nicht....", "Wenn du nicht...dann", "Ihr werdet angeprangert"), sondern möglichst sachlich formulieren

    13. Nicht KONSEQUENT DIE GROßSCHREIBUNG NUTZEN

    14. Keine farblich abgestimmte Karnevalsparade zaubern

    15. Von Smilies, Grafiken u.ä. Abstand nehmen, das gehört nicht in einen professionellen Text



    Man kann es sich einfach machen und sich Vorlagen oder gar fertige Texte aus dem Internet bzw. von anderen Foren kopieren, weil man denkt, sich so Arbeit zu sparen. Genau das würde ich aber nicht empfehlen, weil es diese Gefahren birgt:

    1. copy/paste ist per se eine virtuelle Unfeinheit, die oft schneller entdeckt wird als man denkt. Es ist kein guter Start für einen Betreiber, wenn man als "copycat" tituliert wird.

    2. Jedes Forum hat (s)eine Ausrichtung, die Regeln müssen also nicht automatisch zum eigenen Projekt passen. Falsche oder komische Regeln fallen auf und können Nutzer irritieren bzw. eine Debatte auslösen.

    3. Kopierte Texte bergen immer die Gefahr Rechtschreibfehler zu beinhalten.

    4. Dritttexte beinhalten mitunter auch unerwünschte Links, Querverweise bzw. bewusst versteckte Codezeilen, die dann "nach Hause (zum eigentlichen Autor) telefonieren".

    5. Manche Texte dürfen nicht abgeändert werden, ein kleiner Verstoß gegen z.B. den Copyrightvermerk kann Konsequenzen haben.

    6. Angaben, Meinungen und stilistische Interpretationen Dritter ersetzen nie einen Anwalt, wenn das eigene Projekt expliziten Schutz benötigt.

    7. Es fällt auf, wenn der Schreibstil eines Betreibers eklatant vom Schreibstil innerhalb der Nutzungsbestimmungen abweicht.



    So unbeliebt es ist, aber wenn man seine eigenen Regeln aufstellt, ist man auf der sicheren Seite und kann diese Regeln auch gegenüber der Mitglieder und zukünftigen Mitglieder verteidigen.



    Grundsätzlich werden sich die meisten Mitglieder nicht vorab explizit die Nutzungsbestimmungen eines Forums durchlesen, sich also auch nicht registrieren, weil sie mit Punkt 2 und 5 nicht einverstanden sind. Trotzdem sind diese Regeln wichtig, wenn es im Forum zu einer Frage kommt, ein Mitglied vorab eine verbindliche Antwort möchte oder es einen realen Konflikt gibt. In diesen Fällen kann man als Betreiber auf die Regeln verweisen und entsprechend handeln, ohne willkürlich zu erscheinen.

    Trotz aller Regeln plädiere ich aber auch für Augenmaß beim Forenteam, denn nicht jede Situation verläuft wie aus dem Lehrbuch. Nicht immer versucht ein "Troll" die Regeln zu umgehen, sondern manche Mitglieder haben die Regeln schlicht übersehen, missverstanden oder brauchen eine Erklärung, was wie gemeint ist. Bevor man also brachial mit dem Regelwerk schwenkt und gar eine Sanktion ausspricht, kann eine Nachfrage und ein sachliches Gespräch Aufklärung bringen. Es braucht dann keinen Pranger, keine "Threads der Schande" oder den moderativen Hammer in Forum von "Forenurlaub".


    Regeln sollen im Idealfall so verstanden werden, dass sie grundsätzlich und dezent im Hintergrund das gewünschte Miteinander im Forum regeln, ohne von einem Betreiber als Machtinstrument missbraucht (die Nutzer sind per se schlimm und müssen stets mit der Regelkeule traktiert werden) bzw. von den Nutzern als textueller Platzhalter ohne Belang angesehen zu werden. Mit klaren, verständlichen und vor allem transparenten Regeln, an die sich alle halten - auch Betreiber und Team - kann der Forenalltag gelingen und endet nicht mit Schmähreden oder den Gang vor Gericht. ;)



    Gänzlich unreglementiert endet nun dieser Blogeintrag und Erfahrungen von Administratoren und Nutzern sind wie gewohnt willkommen. :)

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Comments 8

  • Seele -

    Interessant wie sich das Thema Regeln immer wieder mal ändert. Mal heisst es das Foren Regeln brauchen, ohne gehe es nicht, das man da alles reinpacken müsse, also nicht nur Sachen wie "wir wünschen Netten Umgangston, Beleidigungen nicht erwünscht" oder so ähnliches, sondern ganz klare Ansagen. "Wer beleidigt fliegt, wer dies oder das tut, kriegt Stress, Vorstellung ist ein Muss wenn man weiter freigeschaltet werden will"

    Dann plötzlich wieder das Gegenteil, nicht zu harte Regeln, Vorstellung soll Freiwillig sein, kein Muss, etc. Wenn ich andere Foren so sehe dann sind die genau so Unterrschiedlich in den Regeln und vor allem im Umsetzen der Regeln. Wenn Userin X wen beleidigt fliegt sie, tut Teamer Y das selbe nur noch härter, dann wird der nicht mal ermahnt. Liebeblingsuser können sich alles leisten, müssen sich an keine Regeln halten und wenn dann mal ein anderer User fragt warum das so ist kommt der Kommentar "Wenn ein Problem damit hast bist du hier falsch. Dann solltest gehen bevor gegangen wirst" Andere hingegen haben klare Regeln und ziehen die auch voll durch..

    Ich habe bei mir auch lange die Meinung vertreten das man sich wenigstens kurz Vorstellen muss, damit die User wissen mit wem sie es zu tun haben. Nehme das nun auch etwas lockerer. Doch ganz ohne Regeln würde ich das nie machen, denn wir haben mit Menschen zu tun die schlimme Traumas erlebten, plötzlich in schwere Depressionen fallen können, dann braucht es Fingerspitzengefühl aber eben auch die klaren Regeln das z.B. Suizidankündigungen ernst genommen werden, die Polizei eingeschaltet wird etc. Was in einem anderen Forum 2-3 mal die Woche geschah und immer sehr viel Stress mit sich brachte, haben wir bei mir im Forum noch nie gehabt, obwohl es das Forum seit fast 5 Jahren gibt. Regeln sind nötig das ist klar aber eben auch der offene, ehrliche und einfühlsame Umgang mit den Leuten.

    • Lu-Event -

      wobei das jetzt bei dir dann doch eher ein ich nenne es mal Sonderfall ist bedingt durch das Thema.
      In einem normalen Community Alltag hingegen halte ich es kaum für Notwendig groß Regeln öffentlich aufzustellen.

      Wie ich bereits in meinem Kommentar weiter unten sagte, wer stress machen will, tut dieses auch ungeachtet der Regeln.

    • Gabbid -

      Grundsätzlich kann man sich zumindest auf eine Sache einigen: Keine Meinung und kein Vorschlag ist universal und sollte daher so und genau so 1:1 umgesetzt/angenommen werden. Selbst wenn das eventuell so von anderen Leuten suggeriert oder explizit gesagt wird, ich bleibe skeptisch und würde das nicht unterschreiben. Von daher soll, um nicht zu sagen muss man meine Blogartikel zwar gerne genau lesen, darüber nachdenken, aber bitte nie unreflektiert als DIE Meinung schlechthin ansehen.

      Was ich online mache, ist das: Ich besuche Foren und Blogs, sehe mir deren Inhalte, nun also die Regeln, an, vergleiche, notiere mir Auffälligkeiten und schaue, was konkret in den Foren/Blogs schon passiert ist (gab es kritische Nutzerrückmeldungen, Probleme, wurden Regeln bewusst ignoriert, missverstanden usw.). Das dient mir als Vorlage, um dann möglichst neutral Situationen zu schildern, die vorkommen können. Die Betonung liegt auf Können.

      Details und klare Aussagen schließen sich nun aber nicht aus, das habe ich auch zu keinem Zeitpunkt so gesagt. Was ich unterscheide, ist, wenn z.B. explizit ein Sachverhalt in einem Regelwerk mehrfach aufgeführt wird, es dazu schlicht keine Relevanz gibt. Beispiel: Natürlich kann ich in zig Varianten formulieren, dass die Mitglieder höflich sein sollen, ist eine Mehrfachbetonung aber ein Garant, dass sie es sind? Ich erlaube mir da für mich ein Nein zu antworten. Wiederholungen und Umschreibungen erzeugen nicht nur strukturell Länge, sie lassen Leser abstumpfen, weil sie denken "Kenne ich schon". Wenn man dann anfängt wirklich alles zu regeln, wirklich jede Form des menschlichen Verhaltens im Forum, wie viele Punkte bekommt so ein Regelwerk dann? Vermutlich können wir froh sein, wenn wir unter 50 Punkten bleiben und müssen gar nicht diskutieren, ob das noch jemand liest.

      Man kann einfach grundsätzlich (un-)erwünschte Verhaltensweisen auf einen Nenner bringen, da sachlich und präzise formulieren, warum sollte das automatisch unsensibel sein? Ein Beispiel:

      a) "Die Mitglieder des Forums sollen bitte auf ein grundsätzlich respektvolles Miteinander achten".

      b) "Unsere Mitglieder sollen höflich sein, sich nicht anschreien, beleidigen, mobben, ironisch nachäffen, aggressiv werden, drohen usw. Sie sollen sich immer überlegen, wer ihnen da gegenübersitzt, dass es auch ein Mensch ist, der/die Gefühle hat. Geh also mit jedem so um, wie du willst, dass man mit dir umgeht. Lies dir dazu auch unsere Netiquette durch und welche Tipps wir für das Verhalten im Forum notiert haben."


      Beide Formulierungen vermitteln also die selbe Botschaft, wobei a) kürzer und punktgenauer ist als b). Ist a) nun zwangsläufig unsensibel, könnte dazu dienen, dass auch - um beim Beispiel zu bleiben - traumatisierte Nutzer den Inhalt nicht verstehen oder sich negativ angesprochen fühlen? Sicher, man müsste das testen, aber ich neige dazu zu denken, dass es keinen Unterschied macht, die Aussage zählt und nicht einmal ansatzweise im "harten", gar Drohkeulen-Szenario ist.

      Je nach Plattform muss man Regeln anpassen, kann sicher auch Nutzer disziplinieren, wenn konstantes Fehlverhalten die Forenatmosphäre bedroht, aber das Fingerspitzengefühl liegt dann nicht in der Formulierung der Regeln, sondern wie ein Betreiber/Team die Durchsetzung durchführt. Das sind dann zwei Bereiche: präzise formulierte Regeln und der Faktor Mensch, der sie umsetzt/einhält. Ersteres kann man beeinflussen, indem man eben klar formuliert, letzteres liegt im eigenen Ermessen und/oder wie ein Betreiber sein Team agieren lässt.

      So weit meine Präzisierung, wirkt sie nun verständlicher bzw. wirkt die Unterscheidung tatsächlich noch immer "hart"?

  • Lu-Event -

    Ich denke im Falle vom Regelwerk gibt es viele die Anfänglich diese Klassischen Fehler machen, das zum Teil auch nachvollziehbar.

    Man sieht doch sehr oft das viele sich mal eben schnell ein Forum "zusammenflicken" mit viel zu vielen Kategorien und dann viel zu früh damit wirklich Aktive versuchen online zu gehen.

    Sich Gedanken machen und ein Forum Professionell aufzuziehen braucht eben Zeit und vielen fehlt einfach die Geduld, da ist das zusammensuchen und Kopieren ja einfach und schnell.

    Man schaue allein wieviele am liebsten ja schon direkt auf die Beta der Suite wechseln wollten.

    Ist das nun schlimm? Grundsätzlich find ich ein gewisses Maß Ungeduld garnicht verkehrt und wenn ich an meine Anfänge denke, kriege ich heute noch das kotzen. Das wichtige ist das man einfach gewisse Erfahrungen macht und dann aus diesen Fehlern auch lernt.

    So schön die Möglichkeiten der modernen Software Versionen auch sind, so sehe ich auch hier einen Nachteil. Vielen Admins wird es einfach zu einfach gemacht etwas aufzubauen. Es ist alles so schnell da das man sich einfach keine wirklichen Gedanken mehr macht. Damals musste man viel mehr im Code rumfummeln und sich entsprechend mit einigen Grundlagen beschäftigen, das führte auch unweigerlich dazu das man sich im Vorfeld Gedanken gemacht hat da jede neue Änderung viel Zeit kostet.

    • Simon -

      Das stimmt leider. Heutzutage ist ein Forum innerhalb von 5 Minuten online - nur so wirklich Gedanken macht sich keiner. :(

    • Lu-Event -

      na keiner stimmt so jetzt nicht, es werden aber find ich immer weniger.

      Es muss eben schnell da sein und dieses Kopieren ist da eben einfach und teilweise nicht mal böse Absicht.
      Gerne wird dann auch der Fehler gemacht und versucht es abzuändern was dann in diese kleinsten Details führt und alles nur lang macht.

      Die Gedanken kommen oft eben erst nachher und dann beginnt das Chaos in der Community.

    • Gabbid -

      Eure Einschätzung deckt sich mit meiner, wobei ich auch immer beide Seiten sehe. Sozusagen als Privatperson, ohne Forenerfahrung und dem, was ich selber hier gelernt habe, hätte ich selber definitiv viele, wenn nicht sogar alle der typischen Anfängerfehler gemacht. Einfach aus Unwissenheit und weil ich nicht dazu neige direkt um Hilfe zu schreien. Durch die Zeit hier und die vielen Kontakte lernt man, wird kritischer und beginnt Foren weniger individuell zu sehen, es ist eher "Material", das mehr oder weniger gut zusammengebaut wurde, lax gesagt.

      An der Stelle kann man es kritisieren, die Schultern zucken oder hämisch werden, nur bringt das keinem etwas. Es ist nie schön, wenn man als Betreiber hört, was alles nicht gut ist, was auffällt usw., aber ich glaube, klare Worte, der Dialog und dass man sagt "DU kannst es verbessern", sind ein möglicher Ansatz. Auch das ist keine Garantie, aber ich hege doch noch immer die Hoffnung, dass es nicht an allen Betreibern abprallt. Zugleich, da bin ich bei euch beiden, ist es ein schmaler Grad zwischen Hilfe zur Selbsthilfe und dass erwartet wird, alles auf einem Serviertablett vorgesetzt zu bekommen. Die Frage ist dann, wie lernt es ein Betreiber "richtig" oder besser - durch mühsames Lernen oder wenn man ihm dem Weg ebnet?

      Vielleicht liegt die Antwort in der salomonischen Mitte? Das müsste man näher diskutieren. Was Regeln betrifft, sehe ich zu oft noch copy&paste, schlecht zusammengefrickelte Texte bzw. dass Betreiber mit Maßnahmen wie einem Pranger, offenkundigen Drohungen ("Wir machen jede Negativ-Aktion öffentlich, mit Namen, Adresse...laden dann eure Sachen auf einer Script-Seite hoch") oder unfreiwillig belustigenden Maßnahmen (Punktabzug beim Posten in der falschen Kategorie) glauben, das würde für Ordnung sorgen. Die Regeln lesen sich dann eher wie ein Gegeneinander - Team versus Mitglieder - und ich frage mich dann selber, ob ich mich dort registrieren würde.


      Eine direkte Frage an euch, wie handhabt ihr das bei euch und Regeln, gab es je Probleme, Unklarheiten bzw. müsst ihr eure Mitglieder stärker an Regeln erinnern oder klappt es gut?

    • Lu-Event -

      ich denke es gibt keinen Patent weg wie jemand etwas lernt, ich finde aber auch das man Hilfe nur im bestimmten Rahmen geben sollte in form vom Weg zeigen. Es kann gerne viel gefragt werden, da hab ich nix gegen und ist auch ok, wenn es aber quasi darum geht per Ferndiagnose alles für jemanden zu machen ist das denke ich etwas viel. Den Weg zeigen ok, ausführlich was erklären auch. Fange ich aber an es für jemanden zu machen geht die Hilfe finde ich zu weit den dann kann der Betreffende es nicht lernen. Wenn er solche Hilfe braucht, soll er auch Geld auf den Tisch legen und jemanden beauftragen.

      Was noch das Thema der Regeln angeht, im Grunde klappt das bei mir ganz gut, abgesehen von dem ein oder anderen Chinesischen Spamuser gab es seit 2009 bisher kaum eine Sperrung, genauer gesagt 2 Stück.

      Diese 2 Sperrungen war aber der selber Nutzer und seine Inhalte waren ausschließlicher "Müll".

      Im großen und ganzen werden die Regeln bei mir auch jedes Jahr kleiner, was soll ich in die Regeln schreiben das jemand passende Überschriften wählen soll?
      Wer als Überschrift schreibt "Hilfe Hydraulik geht nix" und nichtmal dabei schreibt um welches Fahrzeug es geht und dann noch das Vorstellforum nutzt ist wahrscheinlich auch zu dumm die Regeln zu lesen oder zu verstehen.
      Soll ich jetzt jemanden bestrafen weil er dumm ist? Thema verschieben und ein Hinweis drunter und der Käse ist gegessen.

      Wer sich unbeliebt macht, kriegt idr. eh keine Antworten von anderen und wen jemand einen Streit anfängt wird eben mal beherzt eingegriffen und etwas editiert und gelöscht. Noch eine kurze Ermahnung hinterher und wer es nicht kapiert trotz mehrmaligen ermahnen kriegt Urlaub.

      Wer dauernd stänkert wird auch keine Regeln lesen oder sich drum kümmern was da steht.