Struktur im Forum oder Wie pedantisch muss man sein?

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  • Struktur im Forum oder Wie pedantisch muss man sein?

    01 Mrz 2017 9

    Georg Christoph Fürstenberg meinte, die Ordnung sei die Tochter der Überlegung, wohingegen Paul Claudel die Unordnung als Wonne der Phantasie sah. Ordnung versus Unordnung und dazwischen ein Forum, wie soll man sich da nun entscheiden?


    Es gibt nicht DIE allgemeingültige und daher ideale Struktur für jedes Online-Projekt, denn je nach Thema, Mitgliedern und Inhalten muss man als Betreiber auch Kompromisse eingehen. Zugleich gibt aber durchaus einige wesentliche Aspekte, die bei der Projektgestaltung helfen können. Diese Aspekte haben drei klaren Ziele:

    1. Dem Seitenbesucher eine logische Orientierung auf der Seite bieten.
    2. Die Inhalte der Seite gemäß ihrer erwünschten Relevanz anzuordnen.
    3. Die Seitenbesucher dezent in eine bestimmte Wahrnehmung und Nutzungsabfolge auf der Seite einzustimmen.


    Durch nachvollziehbare Strukturen...

    ... erleichtert man also seinen Besuchern den Überblick auf der Plattform, so dass sie nicht mühsam und willkürlich alles durchklicken müssen;

    ... man ordnet die Inhalte so an, dass wichtige Inhalte sofort gesehen und genutzt werden können;

    ... man "lenkt" das Lese- und Nutzungsverhalten der Besucher vorab, indem man deren mögliche Wahrnehmung vorab einkalkuliert.



    Ordnung bzw. klare Strukturen vermitteln einem Leser (un-)bewusst, dass hinter einem Konzept ein "logischer" Geist steckt, der/die Inhalte der Plattform nach einem erkennbaren Prinzip positioniert hat. Diese Logik wiederum erzeugt beim Betrachter ein Gefühl von Sicherheit, denn es bedeutet, dass man sich auf der Plattform aufgehoben fühlt, die Seite "versteht" und annimmt, der Betreiber hätte an Menschen, wie man es selbst ist, gedacht.



    Welche Aspekte kann man hierfür bedenken? Hier kommt ein grundlegender Abriss:


    I. Startseiten

    Startseiten befinden sich per se an Position 1, sind das, was Besucher also zuerst sehen werden. Um hier für maximale Aufmerksamkeit zu sorgen, kann man diese Aspekte berücksichtigen:

    1. Immer die wichtigsten Inhalte im oberen Drittel der Seite platzieren, also Titel, Slogan, Leistungen, Produktangebote, Bilder usw. Der Betrachter erfährt dann mit einem Blick, wo er/sie gelandet ist, was angeboten wird und was eventuell direkt für ihn/sie interessant ist.

    2. Im mittleren Teil einer Startseite bieten sich kurze Informationen rund um die Plattform an. Der Leser wird damit "eingestimmt", ohne gleich mit zu viel Text überfordert zu werden. Wichtig hierbei, auch diese Inhalte nach Relevanz ordnen, der konkrete Mehrwert für den Besucher muss gleich ersichtlich sein.

    3. Niemals im letzten Drittel mit irrelevanten Forendetails, Statistiken, Wiederholungen, veralteten Nachrichten, ellenlangen Aktivitäten usw. abschließen. Hier klicken Betrachter oft weg, weil es für sie nicht relevant ist und sie nicht im Klein-Klein untergehen wollen.

    4. Bewegliche Inhalte wie Slider, Teaser-Boxen, Video-Inhalte usw. immer in das obere Drittel setzen, weil sie die visuellen Blickfänger sind.

    5. Im Idealfall sollte die Startseite ohne Scrolling auskommen, der Betrachter also buchstäblich alles Relevante im Blickfeld haben (Test hierbei: Sich selber an den Rechner setzen und alles betrachten, was man im Blickfeld hat).

    6. Stilistisch kann man darauf achten, dass man Analogien herstellt. Das heißt, wenn man einzelne Bereiche z.B. mit einem Satz einleitet, sollte man das auch konsequent für alle Inhalte auf der Startseite tun, nicht variieren und dann bspw. nur ein Wort, Icon oder Groß- und Kleinschreibung nutzen.




    II. Navigationen

    Sobald der Betrachter die Startseite verlassen hat und sozusagen "auf" der Plattform steht, wird die Navigation wichtig. Sie ist der Wegweiser, der dem Betrachter anzeigt, was er/sie vorfindet, eventuell sucht und/oder ihn/sie zusätzlich interessieren könnte. Aufgrund dieser Relevanz kann man bei der Erstellung der Navigation diese Punkte bedenken:

    1. Aufgrund des hiesigen Kulturkreises immer von links nach rechts "denken" und anordnen, also die Wichtigkeit markieren. Anders formuliert: Die wichtigsten Inhalte immer möglichst links anordnen, im Navigationsverlauf nach rechts folgen die weniger relevanten Inhalte.

    2. Die Begriffe in der Navigation sollten semantisch immer klar sein, nicht ambig klingen und so für Verwirrung sorgen.

    3. Stilistisch ist es einprägsamer, wenn man ähnliche Begriffe für die Menüpunkte wählt, also bspw. rein deutsche und kurze Begriffe ("Start", "Forum", "Galerie"...), immer zusammengesetzte Substantive, komplett englische Terminologie usw. Ein gleichbleibender Stil suggeriert Systematik, der Leser kommt dann auch schneller voran und muss nicht umdenken.

    4. Bei Subnavigationen darauf achten, dass auch deren Inhalte möglichst logisch angeordnet sind, nicht nur die Navigation glänzt. Bei vielen Inhalten innerhalb der Subnavigation kann man testen, ob man mit passenden Aufzählungszeichen oder Icons die Struktur unterstützen kann, es nicht so wirkt, dass rein amorphe Wortmasse eingesetzt wurde.

    5. Grundsätzlich gilt: Die Navigation ist nicht eine Art riesiger Platzhalter für jeden Inhalt, den man auf der Seite hat. Vielmehr soll die Navigation nur die wirklich wichtigen Inhalte der Plattform umfassen, alles andere kann man in den Footer, in die Sidebar usw. packen. Im Zweifel so denken: Weniger ist mehr.




    III. Forenstrukturen

    Der Betrachter hat nun die Navigation gesehen und sich dafür entschieden den Forenbereich zu betreten. Dieser Bereich ist mit das Herzstück einer Website, also ist es erforderlich, dass die integrierten Foren logisch strukturiert dargeboten werden. Ein Besuchter möchte nicht selber mental ordnen, willkürlich herumklicken, um sich eine Struktur zusammenzureimen, sondern als Betreiber leitet man ihn/sie bereits durch die Forenstruktur über die Seite hinweg. Um eine transparente Systematik herzustellen, kann man das tun:

    1. Die einfachste Methode ist, dass man seine Foren nach zwei einfachen Aufbauprinzipien anordnet. Ich bezeichne diesen Aufbau immer als "top-down" oder "bottom-up". Gemeint ist hierbei das:

    • "top-down": Die Foren werden von oben (= wichtigste Inhalte) nach unten (= weniger wichtige Inhalte) angeordnet.
    • "bottom-up": Die Foren werden von unten (= wichtigste Inhalte) nach oben (= weniger wichtige Inhalte) angeordnet.


    Welches Prinzip man wählt, hängt vom jeweiligen Projekt ab. Ein Forum, das primär durch Service-Leistungen besticht, ist mit Option 1 besser beraten, während ein Gaming-Projekt mit Option 2 stärkere Highlights setzen kann.


    2. Wenn die beiden o.g. Methoden nicht zum eigenen Projekt passen, kann man die Foren auch nach ihrem eigenen inhaltlichen Aufbau strukturieren. In diesem Fall muss man vorab durchdenken, wie man ein Thema inhaltlich logisch aufteilen würde (Allgemeines-Spezielles-Fragen-Hilfe...). Diese thematischen Kernblöcke werden dann so sortiert, dass ihr Ablauf systematisch erscheint, der Betrachter also merkt, warum Forum 5 "natürlich" an der Stelle steht und nicht darüber/darunter.


    3. Wer viele Foren hat, sollte darüber nachdenken, ob durch Einsatz von Subforen (die natürlich auch strukturiert werden) optisch Platz eingespart werden kann. Immer daran denken: Viele Foren bedeuten auch Scrolling und das schreckt manche Betrachter ab, sie klicken weg.


    4. Wer kann, kann den Label-Einsatz (Präfixe) testen.


    5. Mitunter kann man Foren auch tatsächlich alphabetisch anordnen/betiteln, das unterstreicht dezent den Aufbau.


    6. Man sollte den Forenbereich auch niemals künstlich aufblähen und Doppelungen integrieren, also z.B. den eigentlich ausgegliederten Tutorial-Bereich erneut in einem Forum unterbringen. Innerhalb der Foren soll diskutiert werden, "Nachlesearbeiten", Hilfestellungen u.ä. kann man oft auslagern (Blog, Newsbereich, Mediensystem...), weil sie auch meist keine reale Diskussion befeuern.


    7. So verführerisch es ist in das Forum des Nachbarn zu schauen, es macht oft schlicht keinen Sinn einfach Foren 1:1 zu kopieren (Archiv, Off-Topic-Bereiche, Hilfebereiche, Testforum...). Was auf einer Website wichtig ist, ist auf der zweiten Website nur ein "nice to have" oder schlicht unnötig. Masse war noch nie Klasse, also den Forenbereich nicht vollstopfen und dann u.U. zig leere Foren besitzen.


    8. Leser tun sich leichter, wenn Einheitlichkeit auch innerhalb der Forenbeschreibungen vorhanden ist (alle Foren stilistisch ähnlich betiteln oder keines, nicht mischen).




    IV. Sidebars

    Die Sidebar eignet sich gut als Übersicht bzw. Platzhalter für die Inhalte, die im Forum nicht passen, aber im Footer untergehen würden. Zugleich ist es nicht effektiv, wenn die Sidebar eine Art Resterampe wird, wo alles eingebaut wird, was "übriggeblieben" ist. Passiert das, ignorieren sie Betrachter einfach und als Betreiber hat man sein Ziel verfehlt. Damit das nicht geschieht, kann man das im Hinterkopf behalten:

    1. Die Inhalte in der Sidebar nicht einseitig befüllen (nur Text, nur Teaser-Inhalte...), sondern ein ausgewogenes Verhältnis von Angebot, Information und Hinweisen schaffen.

    2. Niemals irrelevante Inhalte einbinden, dafür ist der Platz zu schade. Die Devise lautet: Mehrwert.

    3. Sparsam mit Werbung für sich und/oder Dritte umgehen. Zu viel Werbung schreckt ab, also dezent bleiben.

    4. Im Idealfall ist die Sidebar von der Länge identisch zu den Foren links. Ist das nicht der Fall, nicht panisch werden und krampfhaft befüllen. Sinnfreie Platzhalter fallen noch mehr auf, also dann lieber weniger Inhalte in der Sidebar, dafür z.B. die letzten Themen von 5 auf 7 erhöhen.




    V. Blog, Kalender, Galerien, Linksammlungen etc.

    Wenn in der Navigation weitere Endanwendungen bzw. Inhalte verankert wurden, müssen auch diese systematisch dargeboten werden. Es genügt also nicht nur die Navigation und das Forum gut gegliedert zu haben, wenn der Rest chaotisch erscheint. Für diese Inhalte bieten sich diese simplen Techniken an:

    1. Inhalte gemäß "top-down", "bottom-up" und/oder via alphabetischer Auflistung und/oder Nummerierung bereitstellen.

    2. Kategorien nutzen, um Inhalte klar zu kennzeichnen.

    3. Bei vielen Inhalten mit Subkategorien, dem Label-System, Icons bzw. Aufzählungszeichen arbeiten.

    4. Keine leeren Kategorien/Inhalte angeben, nur wirklich gefüllte Kategorien/Bereiche integrieren.

    5. Bei Beschreibungen versuchen den selben Stil (Wortwahl, Bezeichnungen, Sprache...) beizubehalten, nicht variieren.

    6. Wer gerne Farben nutzt, dabei sparsam sein, sonst erinnert es schnell an "flower power" und man nimmt keine reale Struktur mehr wahr, nur Farben.




    VI. Fußbereiche

    Der Footer-Bereich einer Website ähnelt mitunter schnell einem Sammelsurium aus Wiederholungen, "Resten", zig Icons und erzeugt weniger Neugier als vielmehr den Gedanken gleich wegzuklicken. Dabei ist auch dieser Bereich eine sinnvolle Methode, um Besucher nicht nur zu informieren, sondern gezielt einzubinden. Um das möglich zu machen, kann man das berücksichtigen:

    1. Im Footer niemals irrelevante Inhalte unterbringen, die genau null Mehrwert haben.

    2. Die Inhalte wie bei der Navigation logisch anordnen, auch hier grob von links (= wichtig) nach rechts (= weniger wichtig) denken.

    3. Wenn Werbung integriert werden soll, das mit den textuellen Inhalten variieren, keine starren Blöcke anlegen.

    4. Bei vielen Inhalten passende Aufzählungs-Icons einbinden.

    5. Sich stets für eine Footer-Optik entscheiden und nicht mischen (lineare Ansicht plus Spalten, Boxen plus Spalten usw.).

    6. Die Begriffe mit den Begriffen abgleichen, die man in der Navigation, im Forum usw. genutzt hat. Nicht plötzlich beginnen mit ambiger oder pseudointellektueller Wortwahl punkten zu wollen.

    7. Keine Wiederholungen von Inhalten einbauen, die man bspw. in der Navigation, Sidebar o.ä. bereits vorfindet, das wirkt wie "Content-Schinden".








    Viele dieser Punkte sind weder neu noch spektakulär, aber in der Forenpraxis werden sie mitunter schlicht übersehen, weil andere Dinge wichtiger erscheinen. Dann geht es mehr um grundsätzliche Inhalte, Plugin-Anpassungen, Designs oder ob das Logo wirklich zum Projekt passt. Natürlich sind das wichtige Aspekte, aber das "große Ganze" besticht erst dann, wenn auch an den (zukünftigen) Nutzer gedacht wurde, der sich optimal auf der Plattform bewegen kann und versteht, was ihm vorgesetzt wird. In dieser Hinsicht plädiere ich mit ganzem Herzen für Struktur und skandiere: "Nieder mit dem Forenchaos!" :whistling: :D




    Kommentare, eigene Erfahrungen oder auch ein Plädoyer für das Plattformchaos sind wie gewohnt willkommen. :)

    Weil das Thema inhaltlich viel bietet, diskutieren wir hier in einem eigenständigen Theead weiter. Bei Interesse bitte gerne vorbeisehen und sich einklinken.

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Kommentare 9

  • Lu-Event -

    Wieder mal eine nette Aufstellung.
    Ich sehe aber hier auch besonders dann ein Problem auf einen Betreiber zu kommen wen Nachträglich zur Webseite etwas hinzukommt.

    Oftmals bedeutet dieses zeitgleich eine enorme Menge Hirnschmalz dieses sauber zu Integrieren ohne dem Benutzer gleich die gesamte Seite umzukrempeln. Gerade im laufenden Betrieb nicht unbedingt einfach.

    Da du schon relevante Inhalte ansprichst und die Sortierung nach Relevants möchte ich hier gerne eine weitere Option in den Raum werfen.

    ich bin z.B. bei nun Hingegangen und habe einige Erweiterungen nun als Eigenständige Projekte gestartet da sie so für die Webseite selber nur wenig Mehrwert bieten aber als Eigenständiges Projekt für die breite Masse Interessant sein können und mehr Relevanz hat.

    Als Beispiel könnte man hier gut die Linkliste nennen, ein Autoforum das sich z.B. auf ein Spezielles Modell Spezialisiert hat möchte über die Linkliste eine art Verzeichnis erstellen zu Ersatzteilhändler, Werkstätten oder Vereinen. Die Idee dahinter ist natürlich gut, ein nutzen dürfte aber idr. nur für einen Teil der Community gegeben sein.
    Hier könnte es durchaus Sinn machen ein solches Projekt das ggf. nicht nur für die eine Marke die man selber betreut Relevant ist als eigenes Projekt zu starten um so auch Nutzer anderer Fahrzeuge zu erreichen. Hier könnte man dann ja sogar Partnerschafften mit anderen Automobilforen eingehen. Im Grunde macht man sich hier wenig Konkurenz, jeder kann übern Link auf das Gemeinschaftsprojekt verweisen und jede Plattform Profitiert davon.

    Auch der Übersicht innerhalb der Webseite kann dieses sehr gut tun.

    • Gabbid -

      Das ist ein wirklich guter Hinweis bzw. Ansatz, den man mitunter auch bei diesen "multiple content"-Plattformen vorfindet. Diese Seiten kümmern sich im Kern z.B. um das übergeordnete Thema IT, haben einzelne Kategorien, aber die Kernaufteilung wird über singuläre Anwendungen/Seiten abgedeckt. Als Besucher betrete ich dann eine Informationsübersicht, kann je nach Bereich bzw. Wunsch die individuellen Subinhalte aufrufen und mich einklinken. Aufgrund des "corporate designs" weiß man stets, wo man ist, läuft also nicht Gefahr zu denken, es wären unterschiedliche Projekte von unterschiedlichen Betreibern.

      Idealerweise hast du nun deine Umsetzung erwähnt, so dass ich mich direkt gerne einklinken möchte. Wenn es für dich in Ordnung ist, wäre es möglich, dass du den Link zu deiner Plattform beifügst, man es sich ansehen und als Inspiration nutzen könnte? Gute Projekte sollten meiner Meinung nach auch klar benannt werden, das ist dann keine unerwünschte Eigenwerbung, sondern konstruktives "Anschauungsmaterial".

      Frage 2 an dich: Denkst du, gerade mit WSC bzw. der Suite wird die Grundlage geschaffen, dass man durch bspw. das CMS angeregt wird Inhalte klar zu strukturieren, auszulagern und weniger auf unterschiedliche Komponenten zu setzen oder siehst du das weniger oder gar nicht?

      Frage 3: Wenn du dich in der hiesigen Forenwelt umsiehst, hast du den Eindruck solche Auslagerungen, wie bei dir, werden wahrgenommen, weniger oder Betreiber sträuben sich, setzen lieber auf "alles in ein Forum packen"? Mich würde deine Einschätzung interessieren, weil ich mir noch nicht ganz sicher bin, ob meine Beobachtungen alles abdecken.

    • Lu-Event -

      Ich bin der Übersichts halber mal auf die PN gegangen, das wäre sonst hier zu viel.

    • RainerSF -

      Ich denke je größer der Umfang, je mehr sollte man auf Schlicht achten! Schwieriger als sich das zunächst anhört! Wer länger ein Forum betreibt entfernt sich leider auch immer mehr vom DAU! Damit will ich sagen, was für uns oft selbstverständlich und logisch ist es für viele andere oft nicht!

    • Lu-Event -

      Ob Schlicht oder nicht würde ich jetzt nicht unbedingt davon Abhängig machen wie umfangreich eine Plattform ist sondern eher davon was Sie ausdrücken will und welche Zielgruppe Sie anspricht.

    • Gabbid -

      Das Thema hat viel Potenzial und durch deine zusätzlichen Gedanken, Lu-Event, würde ich fast sagen, wir sollten das in einem eigenständigen Forenthread vertiefen, wenn ihr Lust habt? :) Ihr beiden habt für die Diskussion gute Projekte plus Erfahrung, genau das möchte ich nicht untergehen lassen. Solltet ihr schneller sein als ich heute, eröffnet ruhig ein Diskussionsthema, ansonsten mache ich es, wenn ich am Abend zurück sein werde.

      Der Punkt "Schlichtheit" ist ein guter Einwurf, Rainer, aber wir müssten direkt diskutieren, wie genau er gemeint ist. Ein Design kann schlicht sein, meint dann etwas anderes als eine schlichte, übersichtliche Forenstruktur oder einfache Lexikonauflistung. Es kommt also, denke ich, darauf an, was "schlicht" im Kontext der gesamten Plattform deiner Lesart nach bedeuten würde.

      Plus, da bin ich inhaltlich bei dir, Lu-Event, können auch viele Inhalte so untergebracht werden, dass der Besucher keinen visuellen und inhaltlichen "Overkill" erlebt. Über die Sprache, Anordnung, simple Nutzungsabläufe und nicht zuletzt durch die Wahl von Produkten (Plugins/EAS, originär oder modifiziert je Wunsch) kann ich vorab schon den zitierten "DAU" antizipieren, die Seite durch seine/ihre Augen sehen und versuchen möglichst danach auszurichten. Sicher, ein Fori wird anders an ein Forum herangehen als ein Nicht-Fori, das Alter kann ein Faktor sein und wie wenig/sehr man sich auf das Forum einlässt.

      Zugleich glaube ich, ich verstehe deinen Gedanken, Rainer, denn bei aller technischen Finesse, Erklärungen&Co. gestaltet man eine Plattform doch auch nach den eigenen Zielen, möchte Bestimmtes umsetzen und wird als Betreiber sicher in mindestens 9 von 10 Fällen sagen "Das ist doch logisch!". Außenstehende bringen einen aber dann schnell auf den Boden der Tatsachen bzw. die "Usability" ist ein Begriff, dem sich - behaupte ich nun kühn - eigentlich kein ernsthafter Forenbetreiber verschließen kann, oder?


      Das heißt, wir müssten diese Begriffe ins Visier nehmen:

      - Struktur/Systematik
      - Schlichtheit
      - Usability
      - Antizipation des Nutzerverhaltens (der "ideelle" Forennutzer und wie dieser die Seite sehen/nutzen würde/sollte)
      - Forenbetreiber vs. Forennutzer (Ansprüche, Kompromisse)