Das mit dem Antrag stellen ist kein Problem, es gibt ja auch heute schon diverse Formulare bei Google mit denen man Anträge für eine Linkentfernung stellen kann.
Ich bin etwa skeptisch was das Urteil betrifft. Auf der einen Seite ist das positiv. Bisher war es eigentlich unmöglich Inhalte im Web entfernen zu lassen ohne die Hilfe einen Anwaltes und das kostet dann natürlich entsprechend und ob am Ende wirklich erfolgreich ist, steht ja keinesfalls fest. Nur weil irgendwo etwas kritisches über einen steht, hat man noch lange kein Recht darauf das entfernen zu lassen.
Wenn du etwas löschen lassen wolltest, war das bisher der Weg:
1. Du schreibst das Webangebot an wo die Infos zu finden sind und verlangst (wie auch immer) eine Entfernung
2. Der Betreiber des Webangebotes veranlasst eine Löschung bei Google
Das Problem ist, wenn der Betreiber nicht mitspielt, dann hast du schlechte Karten, denn nur der Betreiber kann Inhalte entfernen und die Löschung bei Google beantragen. Wenn du selbst dich an Google wendest kannst du davon ausgehen das der Antrag auf Entfernung zu 99% abgelehnt wird.
Und was jetzt neu ist:
Google muss deine persönlichen Daten löschen wenn du das willst.
Das wird jetzt wahrscheinlich einen Löschsturm auslösen, Hund und Kurz wird sich aus Google löschen lassen. Aber ist das wirklich so sinnvoll? Die Daten selbst sind ja noch auf den ursprünglichen Seiten zu finden und fliegen nur aus dem Suchindex. Mir wäre das nicht genug, wenn ich etwas entfernen will, dann doch nicht nur bei Google sondern vollständig.
Ich weiss nicht, einerseits ist es ok das man jetzt nicht mehr auf Gedeih und Verderb den Betreibern der Webangebote ausgeliefert ist, auf der anderen Seite kann man den Suchergebnissen nicht mehr wirklich vertrauen.
Wie das mit den Ländern genau ist weiss ich jetzt auch nicht, aber ich denke mal du kannst alle Links bei google.de löschen lassen. google.com wird wohl eher außen vor bleiben. Die Frage ist ja auch ob das technisch machbar ist, gibt es überhaupt getrennte Suchindexe usw.?